Gewalt. Geheimnisse. Berlin.

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Hauptkommissar Carl Rau und das Team der Soko Innen werden vom Berliner Innensenator Konrad Faber erneut mit einem dramatischen Fall beauftragt.

Ein Scharfschütze tötet Menschen im Herzen der Stadt. Eine Massenpanik droht. Die Vorgehensweise des Täters wirft viele Fragen auf. Gibt es ein Muster? Ist der Täter ein eiskalter Profi oder ein fanatischer Terrorist?

Und vor allem: Wird er wieder töten?

Wieder ermittelt die Soko Innen in einem geheimnis- vollen Netz aus Mord, organisierter Kriminalität und Politik.

»Fatale Rache« ist der zweite Band einer vierteiligen Krimi- Serie, die das Autorenduo Axel Hollmann und Marcus Johanus veröffentlicht.

Lesen Sie auch Fatale Lügen – Soko Innen 1

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Verrat. Gier. Berlin.

Fast wäre Hauptkommissar Carl Rau an seinem Job zerbrochen. Er fühlt sich reif für eine Auszeit, dennoch muss er die Leitung der Soko Innen übernehmen. Zusammen mit seinem neuen Team soll er einen politisch brisanten Fall untersuchen.

Hat ein Ermittler des LKAs einen Verdächtigen misshandelt? Die Schuld des Kollegen scheint erwiesen, doch dann wird der Ermittler niedergeschossen, seine Frau ermordet und sein neunjähriger Sohn verschwindet spurlos.

Die Soko Innen irrt durch ein Labyrinth aus Lügen. Und im Verborgenen verfolgt jemand ganz eigene Pläne.

Leseprobe »Fatale Rache« – Soko Innen 2

Kriminalhauptkommissarin Paula Jakoby zuckte zusammen. 

Ein Schuss.

Sie spähte in alle Richtungen. Einige Menschen auf dem Innenhof des Berliner Sony Centers reckten die Köpfe. Die meisten unterhielten sich jedoch weiter, schlenderten über den Platz und fotografierten mit ihren Handys, als wäre nichts gewesen.

Hatte Sie sich getäuscht? War das Geräusch kein Schuss gewesen?

Paulas Blick blieb am gläsernen Zeltdach hängen. Es spannte sich mehrere Dutzend Meter über ihr. Das riesige Gebilde reflektierte die Herbstsonne. Es sollte die Kami beherbergen. Ein Wohnsitz für Schutzgeister. Von japanischen Architekten erdacht.

Schutz … Paula fühlte sich eher wie auf einem Präsentierteller. Sie wischte sich übers Gesicht. Was sollte sie tun?

Keine zwei Meter entfernt rutschte eine Frau von ihrem Stuhl. Sportlich kurzes, blondes Haar. Motorradkleidung. Sie riss das Geschirr und zwei Motorradhelme mit sich von der Platte und blieb seltsam verrenkt auf dem Boden liegen.

Jetzt gab es keinen Zweifel mehr.

Paula sprang auf und hechtete neben die Frau. Fühlte ihren Puls. 

Tot.

Ein weiterer Knall. Wieder ein Schuss. Paula zog den Kopf ein.

Jemand schrie.

Noch jemand. Und noch jemand. Unzählige Schreie. Alle rannten kreuz und quer. Stühle und Tische polterten zu Boden.

Sie presste sich gegen einen Pflanzenkübel und spähte zwischen den Palmwedeln hindurch.

Wo zur Hölle steckte der Schütze?

In den Fassaden, die kreisförmig um den Platz angeordnet waren, gab es Hunderte Fenster. Dazu Dachfürsten, Vorsprünge und Winkel, in denen ein Schütze Deckung finden konnte.

Wieder ein Schuss. Die Kugel warf einen Mann in einer Lederjacke von den Füßen. Er brach zusammen.

Paula krabbelte zu dem Verletzten. Presste ihre Hand auf die Wunde.

»Alles okay!«, rief sie. »Ich bin bei Ihnen.«

Aber der Mann hielt nicht still. Blut strömte in seine Luftröhre. Das Projektil hatte seinen Hals verletzt.

Verlier jetzt nicht den Kopf.

Paula musste einen Notruf absetzen. Der Mann würde sterben, wenn nicht sofort Rettungskräfte kamen. Aber sie konnte ihre blutigen Hände nicht von der Wunde nehmen, um an ihr Handy zu gelangen.

Nicht weit von ihr entfernt kauerte eine junge Frau hinter dem Rand des großen Springbrunnens, der das Zentrum des Platzes bildete. Sie drückte einen kleinen Jungen mit schwarzen Locken an sich.

»Sie da mit dem Kind! Rufen Sie einen Notarzt!«, schrie Paula.

Die Frau sah auf. Starrte Paula an, bewegte sich aber nicht.

Das hatte keinen Zweck. Paula richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Verletzten. Aber ganz gleich, wie stark sie auch die Hände auf die Wunde presste, das Blut sickerte einfach weiter durch ihre Finger.

Dann lag der Mann ganz still.

Paula kontrollierte weder Puls oder Atmung, sondern begann sofort mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung. Mit jedem Stoß, den sie dem Brustkorb verpasste, schoss noch mehr Blut aus der Halswunde.

Wieder ein Knall.

Die Kriminalkommissarin warf sich flach hin. Sie zitterte. Was verdammt noch mal tat sie hier? Der Mann war tot. Und wenn sie nicht bald Deckung suchte, konnte sie das nächste Opfer sein. 

Paula duckte sich und lief los. Ein weiterer Schuss. Sie sprang hinter den Rand des Brunnens in Deckung. Zumindest hoffte sie es. Solange sie keine Ahnung hatte, wo der Schütze lauerte, war sie auf dem Platz nirgendwo sicher. Direkt neben die junge Frau mit dem Kind. »Ist der Mann …, die Frau … sind sie …?«

Paula nickte.

Die Frau versuchte abwechselnd, ihrem Jungen Augen und Ohren zuzuhalten.

»Sind Sie Ärztin?«, fragte sie.

»Nein. Polizistin.«

Noch ein Schuss.

Für einige Sekunden blieb Paulas Blick auf dem Jungen hängen. »Wir können hier nicht bleiben.«

»Was?«

»Drüben, in dem Café, kann uns der Schütze nicht erwischen.« 

Die Frau schüttelte den Kopf. »Ich kann nicht.«

Paula fluchte innerlich. »Wie heißen Sie?«

»Almila Bürsin.«

»Und Ihr Sohn?«

»Kerem.«

»Wir müssen Kerem in Sicherheit bringen.«

Almilas Blick wurde glasig.

»Almila?«, hakte Paula nach.

»Ja, … ja.«

Paula atmete durch. 

Almila rappelte sich auf. Sie ließ Kerem für keine Sekunde los.

»Jetzt!«, rief Paula und rannte los. Almila neben ihr, ihr Kind auf dem Arm.

Kaum hatte Paula drei Schritte gemacht, stolperte sie. Sie schlug mit dem Knie auf.

Almila rannte wie von Sinnen weiter. Paula rechnete jede Sekunde damit, dass ein Schuss durch die Luft peitschen würde …

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