Der Kult des schwarzen Drachen

So lautet der Arbeitstitel meines aktuellen Fantasy-Romans, an dem ich zur Zeit arbeite, und der natürlich Old School Fantasy sein wird. In unregelmäßigen Abständen wird es auf meinem Blog kleinere Updates des Projektes geben, hier erst einmal ein kurzer Blick auf die Bühne des Geschehens als Vorgeschmack:

Seit acht Jahren ist die Welt vom Folg verwüstet. Ein brodelnder, geisterhafter Nebel, der alles verschluckt und verwandelt, worüber er sich ausbreitet. Was genau er ist und woher er kommt, ist selbst für die größten Gelehrten und fähigsten Hexerinnen und Hexer ein unlösbares Rätsel.

Nur die Insel Sverdhejm bleibt bislang vom Folg verschont, geschützt von den Obelisken der Ahnen, die dort schon standen, bevor es Sverden gab. Wer sie errichtet hat, weiß niemand.

Die Sverden sind ein Volk der Hochmenschen, arrogante Adelige, die einst ein Weltreich besaßen. Ihre Fähigkeit, Geister und Elementare beschwören, bannen und benutzen zu können, ist die Quelle ihrer Macht.

Nachdem ihr Imperium in den Sezessionskriegen untergegangen war, errichteten sie hohe Mauern, teils aus Stein, teils aus Magie, um sich vom Rest der Welt abzuschirmen.

Als der Folg die Welt verschlang, öffneten die Sverden nach einer Weile ihre Tore und ließen die Flüchtenden vom Kontinent in ihre Hauptstadt Morderborg. Auch hier weiß niemand außer Rayla Morr, der Hexenkönigin der Sverden, warum die Hochmenschen ihre Meinung änderten und wenigstens einen Teil der Bevölkerung des Kontinents retteten.

Nun lauert der Folg jenseits des Drachensunds auf dem Festland. Er brodelt am Ufer, ebenso, wie es unter den Flüchtenden hinter den Toren der Stadt brodelt. Irgend etwas haben die Sverden vor, denn sie werden ihre Grenzen nicht aus Mildtätigkeit geöffnet haben.

Hinzu kommt die Ungewissheit, ob der Folg nicht vielleicht doch eines Tages die Magie der Obelisken, die Sverdhejm schützen, überwinden wird.

Die Diebin Lynn lebt in der Unterstadt, dem Ghetto Morderborgs. Ein Moloch, über dem auf Plateaus die Villen und Paläste der Sverden thronen. Verbrechen, Krankheit und Tod sind an der Tagesordnung.

Da erhält Lynn die Chance auf unermeßlichen Reichtum.

Aber natürlich entwickelt sich alles ganz anders, als Lynn es sich erhofft.