Top 10 Krimi- und Thriller-Serien auf Netflix und Amazon Prime Video

Top 10 Krimi- und Thriller-Serien auf Netflix und Amazon Prime Video

Ich bin immer wieder dankbar, persönliche Serien-Empfehlung zu erhalten. In diesem Sinne hier meine Thriller- und Krimi-Lieblingsserien auf den großen Streamingportalen Amazon Prime Video und Netflix.

Kleine Warnung: Das Angebot ändert sich ja immer wieder mal. Es kann also sein, dass eine Serie, die ich hier empfehle, nicht mehr verfügbar ist, wenn du das hier liest. Gib mir dann bitte einfach Bescheid.

10. Deception

Wenn ich mir eine Serie auf dieser Liste aussuchen müsste, auf die man verzichten könnte, dann wäre es wohl Deception. Die Serie hat ihre Schwächen. Aber natürlich komme ich an ihr nicht vorbei, denn es geht im Kern um den Bühnenmagier Cameron Black, dessen Karriere vorbei ist und der nun mit der Polizei zusammen Verbrecher jagt, die sich ebenfalls des einen oder anderen Zaubertricks bedienen.

Ich bin heilfroh, dass diese Serie erst lange Zeit nach der Veröffentlichung von Entfesselter Tod erschienen ist. Die Konzepte sind sich doch recht ähnlich, so ähnlich, dass es mich manchmal beim Gucken etwas schüttelt.

Also, wem Entfesselter Tod gefallen hat, der wird wohl auch Deception gerne gucken. Und natürlich umgekehrt.

9. What/if

Eine Netflix-Eigenproduktion mit Renée Zellweger in der Rolle der Schurkin Anne Montgomery. Eine Investorin, die dem Paar Lisa und Sean ein unmoralisches Angebot macht. Im Gegenzug dazu, dass Anne eine Nacht mit Sean verbringen darf, finanziert sie Lisas Start-Up-Unternehmen.

Ja, es gibt einen Thriller-Film aus den 1990ern mit Robert Redford und Demi Moore, der exakt die selbe Prämisse hat. Und damit spielt die Serie auch immer mal wieder. Aber von dieser Grundannahme aus entwickelt sich die Serie in eine ganz andere Richtung. Und die ist nicht schlecht.

What/if hat keine großartigen Kritiken bekommen. Und die Serie erfindet weder das Genre neu, noch glänzt sie durch herausragende Figuren. Aber sie ist am Ende eine sehr spannende Neo-Noir-Serie mit einigen Überraschungen und packendem Plot.

8. Dogs of Berlin

Ebenfalls eine Netflix-Eigenproduktion. Aber eine deutsche. Und, ja, ich muss es sagen. Für eine deutsche Serie ist Dogs of Berlin nicht schlecht. Im Endeffekt geht es um die organisierte Kriminalität in Berlin und deren Bekämpfung durch die Polizei.

Dabei darf man hier weniger dokumentarischen Charakter erwarten. Die Serie operiert eher auf Bruce-Willis-Niveau. Aber mir zumindest gefällt das. Sie ist kurzweilig. Hat klasse Dialoge. Und am Ende gibt es ein paar wirklich tolle Action-Szenen, die sich auf internationalem Niveau bewegen.

Dogs of Berlin ist spektakuläre Krimi-Unterhaltung vor Berliner Kulisse, die mal nicht altbacken und behäbig wirkt.

7. Die Brücke

Eine schwedisch/dänische Serie, die sowohl auf Amazon Prime Video als auch auf Netflix geguckt werden kann. Ich habe eine Schwäche für skandinavische Krimi-Serien. Und die Brücke ist die beste, die ich kenne. Zumindest die erste Staffel ist grandios.

Die anderen Staffeln können nicht so ganz mithalten, wie ich finde, weswegen ich die Serie relativ weit unten platziere. Aber die erste Staffel gehört zu meinen Top-3-Favoriten.

Das liegt zum einen an den Hauptfiguren Saga Norén und Martin Rohde. Norén ist eine Kommissarin mit Asperger, das in meinen Augen im Rahmen einer solchen Serie überzeugend dargestellt wird. Rohde ist ein Ermittler, der mit seinem Temperament kämpfen und seine Familie zusammenhalten muss. Sehr interessante Figuren.

Aber auch der Mordfall ist spektakulär. Eine Leiche wird auf der Öresund-Brücke gefunden. Exakt zwischen Schweden und Dänemark, weswegen auch ein Ermittlerteam aus beiden Ländern zusammengestellt wird. Was zunächst als spektakuläre Einzeltat beginnt, wird zur Jagd auf einen Serienkiller.

Die Serie ist nichts für schwache Nerven und ungeeignet, um gute Laune zu tanken. Dafür ist sie extrem spannend.

6. Bones

Wer eine klassische Krimi-Serie zum Durchsuchten will und Bones noch nicht kennt, der sollte einen Blick riskieren. Stattliche zwölf Staffeln kann man sich auf Amazon Prime Video ansehen.

Die Serie basiert lose auf den Thrillern von Kathy Reichs um die Anthropologin Temperance »Bones« Brennan. Sie untersucht mit ihrem Team quasi als Super-Gerichtsmedizinerin Knochen von besonders kniffligen Leichenfunden und löst somit Fälle, die die Ressourcen des FBI überfordern würden.

Bones ist als Procedural, also als Epsiodenserie, bestens dazu geeignet, gelegentlich geguckt zu werden. Aber man schließt halt schnell die vielen interessanten Figuren ins Herz und verfolgt fieberhaft ihr Schicksal. Die Prise Humor der Serie empfinde ich als großen Pluspunkt.

Besonderer Faktor für mich: Mit Temperance Brennan hat Bones eine starke Frau mit Ecken und Kanten, ein echtes Original in der Hauptrolle. Ähnlich wie Saga Norén besitzt Temperance Brennan leicht autistische Züge, was die Serie zusätzlich interessant macht.

Man darf allerdings nicht zu zart besaitet sein. Die Leichenfunde haben es teilweise in sich.

5. The Mentalist

Ich bin ein Fan von Bühnenmagiern, weswegen mich nun einmal Serien wie Deception und eben The Mentalist begeistern. Ähnlich wie in Deception geht es auch in The Mentalist um einen ehemaligen Bühnenmagier.

Patrick Jane ist ein Meister der angewandten Psychologie. Wie kein zweiter kann er Menschen durchschauen und sie manipulieren. Kein Wunder also, dass er ein idealer Berater für die Polizei ist.

Erschwerend kommt jedoch hinzu, dass seine Frau und seine Tochter vom Serienkiller Red John getötet wurden. Seitdem hat er seine Bühnenkarriere an den Nagel gehängt und geschworen, den Mörder zur Strecke zu bringen.

Der Polizei ist das natürlich ein Dorn im Auge, da sie ahnt, dass Patrick Jane zur Selbstjustiz neigt. Allerdings wollen sie auf seine wertvollen Dienste auch nur ungern verzichten.

Aus diesem Spannungsverhältnis entwickeln sich tolle Geschichten und raffinierte Fälle. Wer will, kann sie in allen 7 Staffeln bei Amazon Prime Video durchsuchten. Die Serie blieb für mich jedoch nur so lange spannend, bis Red John gestellt wurde. Danach verliert sie, meiner Meinung nach, weswegen man sich die 7. vielleicht schenken sollte.

4. Bosch

Die Amazon-Original-Serie um den LAPD-Detective Harry Bosch, die lose auf den Thrillern von Michael Connelly basiert, ist etwas für Feinschmecker des Genres. Man braucht Durchhaltevermögen und muss das Genre mögen, denn es wird ein Fall über eine komplette Staffel ausgebreitet.

Dabei ist die Serie nichts für Menschen, die für Depressionen anfällig sind. Humor und Leichtigkeit sucht man hier vergebens. Dafür wird man mit intensiver Spannung und raffinierten Wendungen belohnt. Am besten gefällt mir an der Serie jedoch, dass thematisiert wird, wie zerrissen die Polizisten angesichts ihrer Arbeit sind.

Eine Serie für Serienjunkies, die Tiefgang schätzen.

3. Safe

Die Netflix-Produktion Safe wurde von keinem geringeren entwickelt als vom Spannungsspezialisten Harlan Coben. Und das merkt man in jeder Minute dieser Serie, die vor Spannung nur so strotzt. Selten habe ich eine Serie dermaßen weggesichtet wie Safe.

Tom Delaneys Tochter, mit der zusammen er in einer Gated Community für besonders Wohlhabende lebt, kehrt von einer Party nicht zurück. Aber wie kann das sein, in einer Umgebung, die gut geschützt und praktisch dauerüberwacht wird?

Die Handlung strotzt nur so vor überraschenden Wendungen und intensiven Szenen. Die sieben Folgen sind viel zu schnell vorbei.

2. Luther

Mein Lieblings-TV-Ermittler ist Detective Chief Inspector John Luther, grandios gespielt von Idris Elba. Originelle Fälle, genial gefilmt mit hervorragenden Dialogen und unglaublich guten Figuren sind noch nicht alles, was die Serie zu bieten hat.

Wirklich herausragend ist DCI Luthers Aufklärungsmethode, die weniger darin besteht, Hinweise zu sammeln. John Luther besitzt die besondere Fähigkeit, seine Gegner psychologisch durchdringen zu können. So findet er nicht nur ihre Motivation, sondern auch ihre Schwachpunkte. Und er schreckt nicht davor zurück, diese gnadenlos und gegen jede Regel auszuspielen, um die Schurken zur Strecke zu bringen.

Nahezu jede Folge wirft dabei die Frage auf, wo denn die Grenze ist. Wie legitim ist es, Schurken zur Strecke zu bringen, wenn man dabei beinahe selbst schon zum Schurken wird?

Vier Staffeln kann man sich auf Netflix zur Zeit angucken. Allerdings muss ich gestehen, dass sich nur die ersten drei lohnen. Die vierte guckt man als Fan mit, aber überzeugen konnte sie mich nicht.

Es gibt eine fünfte Staffel. Doch ob und wann diese auch auf den Streamingdiensten verfügbar sein wird und ob sie sich lohnt, kann ich nicht beurteilen.

1. Sherlock

Ich bin einfach Sherlock-Holmes-Fan. Ich lese die Geschichten seit ich Jugendlicher bin immer mal wieder. Und die BBC-Serie macht in meinen Augen alles richtig, um die beliebten Figuren aus den Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle in die Gegenwart zu transportieren.

Die Serie strotzt nur so vor Eastereggs und Insidern für die Liebhaber der Originalgeschichten, bietet aber trotzdem viel Neues und Überraschendes. Die Dialoge sind allerste Güte. Musik, Kamera, Schauspieler, absolut alles stimmt.

Sherlock hat lediglich einen Makel. Es gibt nur vier Staffeln. Mich macht das sehr traurig.

Wie und ob sich die Serie für Nicht-Sherlock-Holmes-Fans lohnt, kann ich nicht beurteilen. Aber wozu auch …

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